Montagsblues adieu

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Wer kennt es nicht? Es ist Sonntagabend. Der Wecker wird für den nächsten Morgen gestellt und unwillkürlich kommt die Frage auf „Wo ist das Wochenende bloß geblieben?“ Was mich aus dem Montagsblues geholt hat, könnt Ihr hier lesen.

MONTAG, allein das Wort sorgt manchmal schon für ein ungutes Gefühl im Magen. Ich kenne das natürlich auch. Mein persönliches Ziel für heute – Montagsblues adieu.

Der allseits beliebte Spruch „start your day right“ ist gar nicht mal so falsch. Das gilt besonders für einen Montagmorgen. Der Wecker klingelt viel zu früh, die To-Do Liste ist ziemlich lang und im Bett ist es sowieso am schönsten.

Foto: © afabuleux.de
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In meinem Fall klingelte dieser sogar noch etwas früher. Warum das denn? Nun ja, ich habe mir fest vorgenommen alles in Ruhe zu machen. Einen Kaffee und eine lange Duschen zu genießen. Entspannt vor dem Kleiderschrank zu stehen, um ein passendes Outfit für den Tag auszusuchen. Hört sich gut an, oder?

Leider, wie es oftmals ist wenn ich einen festen Plan habe, kommt alles anders, wie gedacht. Punkt sechs Uhr sollte mich der laute und wirklich schrille Ton meines Weckers aus dem Schlaf holen.

Stattdessen – Stille.

Im Halbschlaf hat mein Freund, der darauf besteht im Bett außen zu liegen, den Wecker leider ausgestellt. So schlummerten wir und schlummerten wir. Bis sich mein Inneres-Ich wunderte, warum der Wecker nicht klingelte. Mit Herzrasen und Blick aufs Handy war ich schon 30 Minuten über meinem Zeitplan. Na wunderbar. Während ich hektisch aus dem Bett herausgesprungen bin, habe ich dabei auch noch unsanft meinen Freund geweckt. Aber mal ehrlich, geschieht Ihm irgendwie recht.

Heraus aus dem Bett führt mein erster Weg in die Küche. Kaffeemaschine anstellen und eine Tasse aus dem Schrank herausholen. Für die meisten Menschen geht es dann unter die Dusche. Für mich geht es erst einmal heraus. Der morgentliche Spaziergang mit Leni steht an. Eigentlich liebe ich das. Die Gedanken können noch einmal sortiert werden und der Kreislauf kommt schon einmal in Schwung. Anstatt der Sonne, die gefühlt noch vor einer Sekunde durch mein Fenster schien, begrüßt mich ein Regenschauer. Wunderbar und meine Gummistiefel stehen oben. Egal, es geht heraus. Ergebnis: Nass von Kopf bis Fuß – wortwörtlich. Da ich sowieso noch duschen muss, ist auch das kein Problem. Also ab unter die warme Dusche.

Schon währenddessen freue ich mich auf meinen heißen Kaffee. Wieder in der Küche angekommen erwartete mich genau das – leider nicht. Brav habe ich zwar alles vorbereitet, aber kein Wasser nachgefüllt. In solchen Situationen ist genau das der Moment indem ich zu mir selbst spreche und sage: Ann-Christin, ist das dein Ernst? Leider ja. Doch auch jetzt heißt es – Ruhe bewahren. Das Wasser wird nachgefüllt und schon zwei Minuten später habe ich meinen langersehnten Latte macchiato endlich in der Tasse. Gut so und auf zum Kleiderschrank.

Ich stehe also davor, genieße meinen Kaffee und frage mich, was das richtige Outfit für diesen kalten Sommertag ist. Komischer Weise ist immer genau dann, wenn ich eigentlich keine Zeit habe, alles in der Wäsche. Im schlechtesten Fall überkommt einen zusätzlich noch das Gefühl überhaupt nichts im Schrank zu haben. Und nun? Kurzes Brainstorming. Hose an, Hose aus. Oberteil an, Oberteil aus. Eine Last-Minute-Entscheidung muss her. Eine Jeans, schwarze Bluse und Kette später hatte ich nun endlich eine Entscheidung getroffen. Schlüssel in die Hand und nichts wie los zum Auto.

Was mich dann erwartet ist meist das Schlimmste. Kennt Ihr das auch? Gerade an einem Montagmorgen und besonders dann, wenn wir es eilig haben, wirken alle anderen Autofahrer wie eingefroren. Für solche Fälle habe ich immer meine Gute-Laune-CD dabei. Uralt, aber noch voll Funktionsfähig.

Dann, das Wunder. Trotz Stau auf der Autobahn, der mich zwei Kilometer vor meiner Arbeit empfängt, bin ich pünktlich. Der Tag auf der Arbeit beginnt.

Für den Feierabend habe ich mir vorgenommen Blumen und eines meiner Lieblingsmagazine zu kaufen. Ach, Spülmaschinentabs fehlen auch noch. Wieder im Auto und auf dem Weg nach Hause hat wohl genau was gefehlt? Die Spülmaschinentabs! Egal, die kann ich auch noch morgen besorgen.

Diesen regnerischen Tag habe ich schließlich entspannt auf meinem Sofa mit Leni, einem Smoothie und dieser Zeitschrift ausklingen lassen.

Foto: © afabuleux.de
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Mein Fazit für heute: Jeder noch so gute Plan hat Lücken und oftmals ist unsere Vorstellung schöner, als die Realität. Nichtsdestotrotz liegt es an uns selbst und unserer Sichtweise, was wir aus jedem Tag machen. Montag hin oder her. Ok, eine Prise Glück schadet natürlich auch nie.

Ich jedenfalls habe mich von meinen Montagsblues verabschiedet und festgestellt: auch dieser Tag ist wie jeder Andere. Vielleicht sogar noch ein bisschen besser. Denn, einen Bonus gibt es dann doch noch. Ein neues Wochenende steht wieder vor der Tür. Vorfreude ist eben doch die schönste Freude.

Ann-Christin (AC)

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