Hundegeschirr – (k)eine Frage des Geschmacks

Foto: © afabuleux.de

Geht es um das Thema Halsband oder Geschirr scheiden sich die Geister. Ihr habt euch für Letzteres entschieden und wollt ein Geschirr kaufen? Hier habe ich die wichtigsten Kriterien kurz zusammengefasst.

Ist die Entscheidung erst einmal getroffen, könnt Ihr ein passendes Geschirr von den unterschiedlichsten Marken und in fast allen Tierfachgeschäften erhalten. Doch, Geschirr ist nicht gleich Geschirr. Folgende Punkte gilt es beim Kauf zu beachten.

Die Passform

  • Zuallererst ist wichtig, dass es in der Größe und Breite eurem Vierbeiner entspricht. Schließlich wollen wir auch nicht in zu engen Jeans einen Spaziergang machen, oder?
  • Sollte es größenverstellbar sein, umso besser. Gerade bei Junghunden ein absoluter Pluspunkt.
  • Idealerweise sollte ein Geschirr auf dem Brustbein sitzen. Der Kehlkopf ist frei und gewährleistet so, auch bei starkem Zug, ein problemloses Atmen.
  • Der Zwei-Finger-Check hat sich auch hier bewährt. Passen zwei Finger zwischen den Hund und das Geschirr ist es definitiv nicht zu eng.
  • Außerdem sollte der „Brustgurt“ nicht direkt unter den Achseln liegen, damit die Haut dort geschont und der Hund in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird.

Das Material

  • Egal ob aus Leder, Stoff oder Nylon das Material sollte weich und anpassungsfähig sein.
  • Eine Polsterung unterhalb des Geschirrs erhöht zusätzlich noch den Tragekomfort.
  • Liebt euer Hund das Wasser in allen Variationen – sei es der See im Urlaub, der Teich im Garten oder die kleinste Pfütze im Wald? Alle wasserverrückten Hunde und ihre Besitzer kennen diese magische Anziehungskraft. Mit einem Geschirr aus Nylon ist auch der längste Badegang kein Problem. Denn, das Material ist waschbar und wasserfest.

Der Hund entscheidet

Leni’s erstes Geschirr hat all diese Kriterien erfüllt. Nichtsdestotrotz fühlte sie sich, während der Spaziergänge, damit unwohl. Das war kaum zu übersehen. Übeltäter: die breiten Gurte – das ist zumindest meine Vermutung. Schließlich sind nicht nur diese Kriterien wichtig, sondern auch der Wohlfühlfaktor für euren Hund. Dieser ist, bekannterweise, absolut individuell. Beim beobachten eures Hundes werdet Ihr schnell feststellen, ob es das Richtige ist oder nicht. Für uns war schnell klar – ein neues Geschirr muss her.

Probieren geht über Studieren

An meinem nächsten freien Tag ging es, auf direktem Weg, zu unserem „Hundegeschäft des Vertrauens“. Bei uns ist das Amy&Friends – Design für Hund und Mensch. Dort habe ich mich noch einmal ausführlich beraten lassen und unsere Problematik geschildert. Schließlich fiel die Entscheidung auf ein Geschirr von der Marke “anny•x“.

Folgendes ist mir sofort aufgefallen:

  • Vollständige Unterpolsterung (auch der Leinenring ist unterlegt).
  • Die Gurte sind außerdem, im Vergleich zu unserem ersten Geschirr, wesentlich dünner und bieten so eine noch größere Bewegungsfreiheit.
  • Besonders der ergonomische Aufbau fällt sofort ins Auge und bietet dem Hund einen hohen Tragekomfort.

Beim Anblick des Geschirrs war Leni natürlich erst einmal skeptisch. Wer könnte es ihr verdenken? Doch kaum angelegt, fühlte sie sich mit diesem Modell sichtlich wohl.

Ob Halsband oder Geschirr ist für mich keine Frage des Geschmacks. Warum lange überlegen? Ich nutze gerne beides. Sofern euer Vierbeiner gut an der Leine läuft, spricht nichts dagegen auch, ab und an, ein Halsband anzulegen. Wir kommen auf jeden Fall mit beiden Varianten wunderbar zurecht. Nun bleibt nur noch eine Frage offen. Für welche Farbe soll ich mit bloß entscheiden? Denn auch Geschirre gibt es in einem klassischen Schwarz oder Braun, aber auch in knalligen Farben, wie Orange, Rot oder Lila. Alles ist möglich.

Welche Marke oder Farbe es letztendlich sein soll müsst Ihr selbst entscheiden. Das ist dann eben doch eine Frage des Geschmacks.

P.S.:

Leni ist mittlerweile aus Ihrem ersten Geschirr herausgewachsen. Also ging es für uns diesen Montag noch einmal zu Amy & Friends. Dort haben wir uns erneut für ein Geschirr von anny•x entschieden. Dieses Mal, als Hingucker, in einem sommerlichen Grünton. Anschließend gab es Vorort natürlich noch ein Leckerchen für Leni und einen Kaffee für mich.

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Perfekt ausgestattet und wieder wach, ging es danach nicht nach Hause, sondern erst einmal in den Wald.

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Ann-Christin (AC)

2 Comment

  1. Hallo Ann Christin,

    sehr schöner Blog und tolle Artikel. Weiter so, gefällt mir richtig gut. Und die Fotos mit Leni, wunderschön. I like it. 🙂

    LG,
    Melanie

    1. afabuleux says: Antworten

      Liebe Melanie,

      wow, vielen lieben Dank für das tolle Kompliment. <3 Ich freue mich riesig, dass es Dir so gut gefällt! 🙂

      Herzlichst,

      deine AC

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