Umtausch ausgeschlossen – #TiereHabenAuchEinHerz

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Alle Jahre wieder… Weihnachten steht tatsächlich schon wieder unmittelbar vor der Tür. Neben gutem Essen und viel Zeit mit der Familie dürfen natürlich auch die Geschenke nicht fehlen. Neben dem ein oder anderen Duft, Gutscheinen oder Süßigkeiten werden sich auch wieder unzählige Fellnasen unter dem Weihnachtsbaum wiederfinden. Schließlich sind sie einfach so süß, oder? Stop! Die fünf wichtigsten Gedanken, die Ihr euch vor dem Kauf eines Tieres machen solltet, findet Ihr hier.

Oh, ist der klein und süß. Den müssen wir einfach mitnehmen! Besonders das Internet vereinfacht mittlerweile die Suche nach einem Vierbeiner. Noch schlimmer, teilweise werden sie zu Billigpreisen verschachert. Schnell wird das Geld auf den Tisch gelegt und zack, sitzt der kleine Welpe auf der Rückbank im Auto. Doch bevor Ihr euch für einen Vierbeiner oder eine bestimmte Rasse entscheidet, solltet Ihr folgende Punkte bedenken:

  1. Die Zeit

Ein wichtiges Thema, wenn es um den Einzug und auch das Leben eines Vierbeiners bei euch geht. Besonders während der ersten Wochen solltet Ihr euch genügend Zeit einräumen, damit sich eure Fellnase eingewöhnen kann. Schon hier könnt Ihr einen wichtigen Grundstein für eure Bindung zueinander legen und mit dem Training (Stubenreinheit etc.) beginnen. Doch nicht nur in der Anfangsphase benötigt euer neues Familienmitglied viel Zeit und Aufmerksamkeit, sondern vielmehr sein/ihr ganzes Leben lang.

Stellt euch hier folgende Fragen:

Habe ich Zeit für Spaziergänge und das Training? Was passiert mit meinem Vierbeiner, wenn ich arbeite? Kann ich diese Verpflichtung auch über Jahre in meinen Alltag integrieren?

  1. Die Finanzen

Der Kostenfaktor sollte natürlich auch bedacht werden. Neben dem Futter benötigt jedes Tier auch eine Ausstattung wie: Käfig (beispielsweise für Kaninchen), Schlafplatz, Katzentoilette, Näpfe, Halsband, Leine oder Geschirr und Spielzeug. Fahrt Ihr gemeinsam mit euren Vierbeiner in den Urlaub ist das toll, aber teilweise auch teurer. Viele Hotels fordern eine Sondergebühr. Wenn Ihr euren Hund nicht mitnehmen und weder bei Freunden noch der Familie unterbringen könnt, muss eine andere Lösung her. Eine Tierpension beispielsweise, aber auch hier werden natürlich zusätzliche Kosten fällig. Die Tierarztkosten sind ein weiterer Punkt den Ihr unbedingt beachten solltet. Es fallen Kontrolluntersuchungen, Impfen und andere medizinische Behandlungen an, sofern euer Vierbeiner erkrankt. Für alle zukünftigen Hundebesitzer wird zusätzlich noch eine Hundesteuer fällig.

Achtung: Je nach Größe oder Rasse werden beispielsweise ein Sachkundenachweis oder Wesenstest etc. erforderlich.Hier müsst Ihr weitere Zusatzkosten einplanen.

Stellt euch hier folgende Fragen:

Bin ich in der Lage all diese Kosten zu tragen? Kann ich für eine dauerhafte medizinische Versorgung (Operationen oder Behandlungen bei einer chronischen Krankheit sollten hier nicht vergessen werden) auch aufkommen?

  1. Die Wohnsituation

Das ist besonders wichtig für diejenigen, die in einer Wohnung leben. Mittlerweile sind die Richtlinien deutlich gelockert worden. Dennoch solltet Ihr vor dem Kauf eines Vierbeines abklären, ob euer Vermieter dies billigt.

Stellt euch hier folgende Fragen:

Erlaubt mein Vermieter Tiere? Habe ich genug Platz?

  1. Die Gesundheit

Gerade, wenn es das erste Tier für euch ist, solltet Ihr Allergien vorher ausschließen können. Das gilt natürlich auch für euren Partner und Kinder, die mit euch in einem Haushalt leben.

Stellt euch hier folgende Fragen: 

Liegen Allergien vor? Wenn ja, welche Tiergruppe ist betroffen?

  1. Die Verantwortung

Last but not least – folgt nun dieser Punkt. Die Verantwortung! Schenkt Ihr einem Lebewesen ein Zuhause liegt diese ein ganzes Tierleben lang bei euch. Hierbei ist es völlig unwichtig, ob es sich um ein Kaninchen oder einen Hund, eine Maus oder Katze handelt. Diese Verantwortung bringt jede Menge Verpflichtungen, Arbeit und Zeit mit sich.

Außerdem solltet Ihr im Hinterkopf behalten, dass Ihr euch keinen Roboter oder eine Maschine ins Haus holt, sondern ein lebendiges Wesen, was durchaus auch Fehler machen und euch vor neue Herausforderungen stellen wird.

Stellt euch hier folgende Fragen: 

Bin ich dieser Verantwortung dauerhaft gewachsen? Bin ich in der Lage immer wieder an meinem Vierbeiner und mir zu arbeiten?

 

Geht es darum ein Lebewesen ein neues Zuhause zu schenken, solltet Ihr euch lieber einen Gedanken zu viel, als zu wenig machen. Desto durchdachter eure Entscheidung ist, umso einfacher wird euer späteres gemeinsam Leben verlaufen. Vergesst vor eurem Kauf nicht, dass jedes Tier, genau wie wir, Gefühle hat. Schmerz und Trauer sind eben nicht nur rein menschliche Empfindungen. Das bedeutet, dass jedes Lebewesen kein „nicht-passendes-Kleidungsstück“ ist, was an einem freien Nachmittag umgetauscht werden kann. Denkt hierbei nicht nur an euch selbst, sondern auch an euren Vierbeiner.

In den zwei Jahren mit Leni habe ich es noch nie, nicht eine Sekunde, bereut. Vielmehr kann ich sagen, dass das die beste Entscheidung war, die ich bisher in meinem Leben getroffen habe.

Euer Vierbeiner wird euch neben der Zeit, Arbeit, Verantwortung und Kosten jeden Tag unfassbar viel Freude schenken und damit all die gemeinsamen Jahre unvergesslich machen. Vor kurzer Zeit habe ich ein Zitat gefunden, was ich sehr passend finde und euch nicht vorenthalten möchte:

„Tiere sind Experten darin leere Plätze in unseren Herzen zu finden und zu füllen.“

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Unsere Vierbeiner sind eben nicht einfach nur irgendein Weihnachtspräsent, sonder ein Geschenk für das ganze Leben.

 

Ann-Christin

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